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Antidepressants and cognitive behavioural therapy interventions for major depressive disorder beyond the acute management phase

Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2017 wiesen 8,6% der befragten Bevölkerung Symptome einer mittelschweren bis schweren Depression auf, was mit dem Rest Europas vergleichbar ist. Die Major Depressive Disorder (MDD) ist die am häufigsten diagnostizierte depressive Erkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vorgeschichte von mindestens einer schweren depressiven Episode, die mindestens zwei Wochen andauerte.

Für MDD stehen zahlreiche Behandlungsstrategien zur Verfügung. Dazu gehören Psychotherapie (z.B. kognitive Verhaltenstherapie [KVT]) und/oder Pharmakotherapie mit dem Ziel, eine Remission der Symptome zu erreichen und ein normales Niveau psychosozialer Funktionsfähigkeit wiederherzustellen, wie es für ein zufriedenstellendes persönliches und berufliches Leben und soziale Teilhabe erforderlich ist.

In diesem HTA-Bericht untersuchte das Swiss Medical Board Wirksamkeit, Sicherheit, Nutzen-Risiko-Verhältnis und gesundheitsökonomische Eigenschaften der beiden Behandslungsoptionen. Auf Grundlage der vorliegenden Daten kommt das Swiss Medical Board zum Schluss, dass zur Behandlung einer schweren depressiven Störung nach der akuten Phase Antidepressiva auf jeden Fall und eine Kombination aus Antidepressiva und Psychotherapie unter gewissen Bedingungen zu empfehlen sind.